Ausgewählte Gedichte
Widad Nabis Texte erzählen von der unstillbaren Sehnsucht, vom Verlust, von Lust und Schmerz, von der Suche nach menschlicher Nähe. Sie besingen zumeist einen Moment der Nostalgie, der Zärtlichkeit und der Liebe. Ihre Gedichte, die poetisch eng mit den Ereignissen der letzten Jahre in Syrien verwoben sind, entsprechen dem Lebensgefühl vieler Menschen, die auf der Flucht sind. Das Gefühl der Fremdheit in ihrer Lyrik ist eine Metapher für die Entwurzelung und Heimatlosigkeit des modernen Menschen. Das Exil ist das Schicksal vieler Syrerinnen und Syrer geworden, aber oft auch ihre Rettung. „Das Exil hat mich vor der Vernichtung gerettet“, sagte sie einmal.

Fikrun wa Fann 97
Mit Ohnmacht verkleidet gehe ich aus
Death for Sale
Kein Wasser stillt ihren Durst لا ماء يرويها
Black Milk حليب أسود
Damit ich abreisen kann
Tausend Monde
Dinge, die andere nicht sehen
Der Weg nach Mekka
Göttliche Intervention
Der Husten, der dem Lachen folgt
Dass ich auf meine Art lebe 

