Rasha Habbals Gedichte machen sich verletzlich. Sie sind immer intim, aber nie privat immer alltäglich, aber nie belanglos. Szenen und Situationen projiziert Habbal auf den Hintergrund ihrer Entstehung: die syrische Revolution von 2011, den Bürgerkrieg, das Leben in Deutschland. Die Geschehnisse gewinnen aber nicht die Oberhand über das Gewöhnliche, das eine umso grössere Symbolkraft entfaltet. Oft sind es häusliche Szenen oder »weibliche« Handlungen wie jemandes Hand nehmen, warten oder im Kleid schlafen, die kippen und eine völlig neue Wendung erfahren. Fast beiläufig verhandelt Habbal in jedem Gedicht sexuelles Begehren. Die Intimität besteht jedoch nicht um ihrer selbst Willen, sondern gibt Blicke auf grössere Zusammenhänge frei.
»Ich bin dein Rücken, / du mein Gesicht. / Du schläfst, / hast vergessen, dass Krieg weiblich ist.«

Fikrun wa Fann 105
Das Geschenk, das uns alle tötete
Fikrun wa Fann 96
Keine Messer in den Küchen dieser Stadt, Arabisch
Brause arabische Kalligraphiefedern ¦ 3mm, mit Federhalter
Schwarzer Schaum رغوة سوداء
Das Schneckenhaus القوقعة
Ägyptisch-Arabisch Aussprache Trainer
Fikrun wa Fann 95
Ana, Hia wal uchrayat
Syrien, Ein Kissen für Himmel und Erde
Das Herz liebt alles Schöne
Schmetterlinge der Poesie فراشات الشعر
Mit den Augen von Inana
Jeden Tag blättert das Schicksal eine Seite um
Vulkanworte auf dem Leib aus Schnee 




