Deutsch-Arabisch
Aref Hamzas Sprache wirkt klar und scheinbar einfach. Doch immer wieder rüttelt er uns mit unerwarteten Wendungen auf, die ein dunkles Schelmentum verraten. Trotz des starken Aktualitätsbezugs dem Krieg in Syrien, den Erfahrungen von Flucht und Exil erschafft Hamza Zeile um Zeile poetische Bilder, treffende Überzeichnungen und schockierende Einsichten. Sein Material sind die Bitterkeit und die Unerträglichkeit des Krieges: der Abschied von einer geordneten Welt, die Zerstörung der Körper, die Verwüstung der Seelen und selbst die Verformung der Dinge und ihrer Bedeutungen. Wie ein Kaleidoskop öffnen seine Gedichte einen vielschichtigen Blick auf die Spiegelungen dieser Trümmer im Ich. Alles an diesen blitzartigen Bildern ist Innerlichkeit. Extreme Nahaufnahmen auf kleine Ereignisse oder Dinge, auf Alltägliches eine Hand, ein Blick in eine Schublade geben den Texten trotz aller Kürze eine fast gespenstische Langsamkeit. Das trifft vor allem auch auf die später entstandenen Gedichte zu, in denen er sich mit der Situation als Flüchtling im Exil, mit dem Verlust der Sprache, mit der Einsamkeit und der ihm zunächst unbekannten Welt auseinandersetzt. Auch hier tastet er seine Umgebung nach Bildern ab, die ihm zum Pendant seiner eigenen Leere und Verlorenheit im fremden Land werden.
Aref Hamza gibt mit seinen Gedichten tiefe existenzielle Einblicke in das Schicksal derjenigen, die von Gewalt und Elend aus ihrer in eine neue, unbekannte Welt vertrieben worden sind.
320 Seiten, geb.

Solange der Sonne noch scheint, A-D
Messauda
Let’s Talk About Sex, Habibi
Der parfümierte Garten
Wer hat mein Eis gegessen?
Freiheit: Heimat, Gefängnis, Exil und die Welt
Weltbürger
Auf der Flucht
Sonne und Mond: Wie aus Feinden Freunde wurden
Geht auf Zehenspitzen, denn die Heimat liegt im Sterben! A-D
Kardamom-Liederbuch für Kinder حب الهال
A contemporary artistic vision of Arabic calligraphy رؤية فنية معاصرة للخط العربي
Hedis Hochzeit نحبك هادي
Vergessene Küsten سواحل منسية
Die ganz besonders nette Strassenbahn-A-D
Palmyra-Requiem für eine Stadt
Fremd meine, Namen und fremd meiner Zeit
Hinter dem Paradies, Arabisch
Mit dem Taxi nach Beirut
Schreiben in einer fremden Sprache
Die zweite Nacht nach tausend Nächten
Fikrun wa Fann 98
Blaue Karawane, nach Mesopotamien 

