Eine transnationale Geschichte des frühen ägyptischen Tonfilms
Als sich Ende der 1920er Jahre in den USA und Europa der Tonfilm durchsetzte, erkannten ägyptische Geschäftsleute dessen Potenzial für die arabische Welt. Sie erwarben innovative Tontechnik aus Deutschland und schickten ägyptische Stipendiaten zur Ausbildung nach Berlin und Paris. Nach ihrer Rückkehr schufen diese gemeinsam mit europäischen Filmschaffenden eine Traumfabrik nach dem Vorbild Hollywoods. In diesem Umfeld entstanden die ersten ägyptischen Tonfilme, die ab Mitte der 1930er Jahre weltweit zirkulierten. Manche dieser Spielfilme gelten in Ägypten als Klassiker, während sie in den europäischen Filmgeschichtsbüchern selten Erwähnung finden.
Ausgehend von diesem Missverhältnis untersucht die Autorin die Entstehung, Verwertung und Rezeption dreier ägyptischer Tonfilme der 1930er bis 1950er Jahre aus transnationaler Perspektive. Ihre historisch fundierten Analysen zeigen, dass besonders die auf Zelluloid gebannten orientalischen Klänge für europäische Ohren befremdend wirkten, während sie in Ägypten maßgeblich zum Erfolg beitrugen. Um die voneinander abweichende Wahrnehmung zu beleuchten, macht die Autorin den Begriff der «Atmosphäre» für ihre transnationale Rezeptionsstudie fruchtbar.
Erstmals rücken damit Filme in den Blick, die dem Goldenen Zeitalter des ägyptischen Films der 1950er Jahre den Weg bereiteten, in Europa bislang aber kaum gewürdigt wurden.
Hier erzählt Henriette Bornkamm, was der frühe ägyptische Tonfilm mit dem arabischen Frühling zu tun hat.

Luftballonspiele
Das Auge des Katers
Die Idee des Flusses فكرة النهر
Der verdammte Flüchtling فصل من السيرة الذاتية لعاشق
Der schwarze Punkt in meiner Tasche
Wer hat mein Eis gegessen?
Les 50 Noms de L amour A-F
Kleine Gerichte Libanesisch
Damit ich abreisen kann
Ich werde die Dinge bei ihrem Namen nennen
Wohin die Reise gehen könnte الى أين المطاف
Schweiz - Switzerland - Suisse - Svizzera
Dass ich auf meine Art lebe
Das Meer gehörte einst mir
Reise, Krieg und Exil
Wer den Wind sät 



