Ausgewählte Gedichte
Widad Nabis Texte erzählen von der unstillbaren Sehnsucht, vom Verlust, von Lust und Schmerz, von der Suche nach menschlicher Nähe. Sie besingen zumeist einen Moment der Nostalgie, der Zärtlichkeit und der Liebe. Ihre Gedichte, die poetisch eng mit den Ereignissen der letzten Jahre in Syrien verwoben sind, entsprechen dem Lebensgefühl vieler Menschen, die auf der Flucht sind. Das Gefühl der Fremdheit in ihrer Lyrik ist eine Metapher für die Entwurzelung und Heimatlosigkeit des modernen Menschen. Das Exil ist das Schicksal vieler Syrerinnen und Syrer geworden, aber oft auch ihre Rettung. „Das Exil hat mich vor der Vernichtung gerettet“, sagte sie einmal.

der wein quasselt in den gläsern النبيذ يثرثر في الكؤوس
Dinge, die andere nicht sehen
das wasser - behausung des durstes الماء - مأوى العطش
Wer hat mein Eis gegessen?
Diese Erde gehört mir nicht
Jakob von Gunten, ياكوب فون غونتن
Lulu
Yara taqul Sabah al-Cherيارا تقول صباح الخير
Alzheimer
Warten
Ash, Needle, Pencil, and Match رماد و إبرة وقلم رصاص وعود ثقاب
Ich werde die Dinge bei ihrem Namen nennen 


