Rasha Habbals Gedichte machen sich verletzlich. Sie sind immer intim, aber nie privat immer alltäglich, aber nie belanglos. Szenen und Situationen projiziert Habbal auf den Hintergrund ihrer Entstehung: die syrische Revolution von 2011, den Bürgerkrieg, das Leben in Deutschland. Die Geschehnisse gewinnen aber nicht die Oberhand über das Gewöhnliche, das eine umso grössere Symbolkraft entfaltet. Oft sind es häusliche Szenen oder »weibliche« Handlungen wie jemandes Hand nehmen, warten oder im Kleid schlafen, die kippen und eine völlig neue Wendung erfahren. Fast beiläufig verhandelt Habbal in jedem Gedicht sexuelles Begehren. Die Intimität besteht jedoch nicht um ihrer selbst Willen, sondern gibt Blicke auf grössere Zusammenhänge frei.
»Ich bin dein Rücken, / du mein Gesicht. / Du schläfst, / hast vergessen, dass Krieg weiblich ist.«

Papperlapapp Nr.17, Farben
Tauq al-Hamam
Die Konferenz der Vögel
Tim und Struppi: Tim in Amerika تان تان و عصابات شيكاغو
Weltbürger
Die alte Frau und der Fluss
Syrien, Ein Kissen für Himmel und Erde
Die Erde
Bilibrini-Im Supermarkt
Nadi As-Sayarat نادي السيارات
Hannah Arendt in Syrien
Mit dem Taxi nach Beirut
Barakah Willkommen bei den Jabaliya-Beduinen بركة
Schmetterlinge der Poesie فراشات الشعر 




